Letzter Übungseinsatz für Kommandant

Am vergangenen Freitag fand die Hauptübung der Stützpunktfeuerwehr Einsiedeln statt. Es war die letzte Mannschaftsübung des scheidenden Kommandanten Kilian Ochsner. Der Übungsort waren die Werkstätten des Klosters Einsiedeln.

reh. Am Freitag vor der Zeitumstellung führt die Einsiedler Feuerwehr jeweils ihre Hauptübung durch. An der diesjährigen Übung stand neben der Zusammenarbeit mit der Kloster Interventionsgruppe (ehemals Klosterfeuerwehr) die Verabschiedung des scheidenden Kommandanten Major Kilian Ochsner im Vordergrund. Bereits vor Beginn der Übung besammelte sich eine stattliche Zahl von Besuchern. Neben den früheren Kommandanten waren auch Bezirksvertreter, inaktive Ehrenmitglieder und Vertreter aller Ortsfeuerwehren des Stützpunktes Einsiedeln beim Kloster eingetroffen. Ebenfalls vor Ort war eine Gruppe Interessierter, welche am diesjährigen Tag der offenen Tür ein hautnahes Miterleben der Hauptübung gewonnen hat.

Brand in Malerei
Kurz nach halb acht wurde dann der fiktive Alarm ausgelöst. Als Übungsannahme ging man von einem Brand in der Malerei aus. Zuerst traf das Kommando Fahrzeug ein. Aufgrund eines Unfalles konnte der diensthabende Einsatzleiter die Begehung nicht selbstständig durchführen. So delegierte er dies an einen orts- und gebäudekundigen Offizier. Dichter Rauch drang aus der Malerei. Auch entdeckte dieser Offizier das erste Rauchopfer. Dann ging es Schlag auf Schlag. Verletzte wurden gerettet, Fahrzeuge wurden in Stellung gebracht und Löschleitungen wurden verlegt. Während den Arbeiten wurden noch weitere Verletzten entdeckt. Ein Arbeiter der Werkstätte stand unter Schock und versuchte vermeintlich die Einsatzkräfte zu unterstützen. In einer Halle wurde noch ein Mitarbeiter entdeckt, welcher unter einem Hubstapler eingeklemmt war. Dieser wurde mittels Hebekissen aus seiner misslichen Lage befreit. Ein weiterer Verletzter befand sich dann unter den Zuschauern. Aufgrund des Ereignisses erlitt dieser einen Herzinfarkt.

Übung erfolgreich absolviert
Kurz vor neun Uhr wurde die Übung beendet. In der anschliessenden Übungsbesprechung erwiesen sich die Zusatzbeine des Kommandanten als optimale Hilfsmittel. Wohl zum ersten Mal an einer Besprechung dienten Krücken als Zeiger. Wieder wurde festgehalten, dass die Ortsfeuerwehrler ohne die Mithilfe der Klosterfeuerwehrler schnell in den Gebäudeteilen des Klosters orientierungslos sind. Die Übung wurde dann auch als erfolgreich absolviert bewertet. Nach dem Aufräumen wurden alle Teilnehmer zu einem Umtrunk in die Knechtenstube des Klosters eingeladen. Bei Wurst, Käse und Brot wurde dem gesellschaftlichen Teil Zeit eingeräumt. Und plötzlich war da noch hoher Besuch. Abt Urban liess es sich nicht nehmen und bedankte sich persönlich bei Kilian Ochsner für seine Arbeit der vergangenen Jahre. Diesem Dank schlossen sich auch alle Feuerwehren des Stützpunktes Einsiedeln an.