Rekord Einsatzstunden für Feuerwehr

Die Geehrten der diesjährigen Feuerwehr GV:
v.l.: Marcel Zehnder, Christian Tschirky, Erich Kälin, Wädi Grätzer, Eugen Schönbächler, Roger Fässler, Roli Fässler (alle 25 Dienstjahre), Franca Birchler (20 Dienstjahre), Christian Kälin (25 Dienstjahre), Reto Gyr, Michel Latscha, Christian Hafner (alle 20 Dienstjahre) und René Hensler (25 Dienstjahre).

Immer am Samstag nach Drei Königen führt die Einsiedler Feuerwehr Ihren Jahresrapport durch. Im Anschluss daran hält der Feuerwehrverein, das Rettungskorps, gleich ihre Generalversammlung ab, Den Abschluss des Abends gehört seit je dann aber der Unterhaltung und dem gemütlichen Beisammen sein.


reh. In diesem Jahr startete der Jahresrapport eine Stunde früher als in den Vorjahren. Mit diesem Schritt erhofften sich die Verantwortlichen, das Nachtessen zu einer christlicheren Zeit zu beginnen. Aber, alles schön der Reihe nach. Zu Beginn konnten die aktiven Feuerwehrfrauen und –männer ihren verdienten Sold des Vorjahres beziehen. Ein grosser Teil des ausbezahlten Geldes fand aber dann gleich wieder den Weg in die persönliche Reisekasse. Danach begaben sich alle in den hinteren Saal des  Kultur- und Kongresszentrums Zwei Raben und der Jahresrapport startete. Ein kleiner Teil der Feuerwehr absolvierte während dem aber einen Ölwehr-Einsatz. Zuerst ging es um die Einsätze des vergangenen Jahres. Wer die Statistik betrachtet, sieht, dass zwei Arten von Einsätzen oben aus schlugen: Ölwehr- und Brandmeldeanlagen-Einsätze. Bei den Anlagen sind meistens technische Ursachen der Auslöser. Bei den Ölwehr-Einsätzen kam im letzten Jahr irgendwann das Gefühl auf, dass sich Einsiedeln irgendwie auf einem Ölfeld befindet und dann wohl eher in Little-Texas umbenannt werden müsste. Bei den Bränden waren es sieben Einsätze. Bei drei Einsätzen davon entschieden sich Fahrzeuge in Rauch aufzulösen. Bei den Bränden dürfte wohl der Brand der Kerzenfabrik Lienert allen in Erinnerung bleiben.

Rekordhohe Einsatzstunden
Die Unwetter und Überschwemmungen im Juni und Juli des vergangenen Jahres werden wohl auch bei allen im Gedächtnis bleiben. So ist es nicht erstaunlich, dass alles in allem im letzten Jahr 3821 Einsatzstunden absolviert wurden. Dies sind 1400 Stunden mehr als im Vorjahr oder doppelt so viele Stunden wie im Jahr 2014! Neben den Ernstfällen wurde natürlich auch tatkräftig geübt. Diese Übungen teilen sich über das ganze Jahr auf. Bei den Mutationen stehen zehn Austritten vier Neueintritte gegenüber. Beim Punkt verschiedenes informierte Kommandant Kilian Ochsner, dass er bei seinem Antritt von einem Engagement von fünf bis sechs Jahren ausginge. Nun sind Ende 2017 sechs Jahre vorbei und er werde per 31. Dezember 2017 zurücktreten. Das Wahlprozedere für den neuen Kommandanten ist bereits angelaufen und so wird per 01. Januar 2018 ein neuer Kommandant sein Amt übernehmen. Bezirksrat Patrick Notter überbrachte die Grüsse des Bezirkes und dankte für die geleistete Arbeit. Er informierte die Anwesenden über die neue Sicherheitskommission und lies aufblitzen, dass auch in Zukunft niemandem die Arbeit ausgehen werde. Mit dem obligaten offerieren des Kafis im Anschluss an das Nachtessen schloss er seine Ansprache. Nach dem Dank an all seine Kameraden im Kommando schloss Kilian Ochsner den zweiten Jahresrapport der Feuerwehr Einsiedeln mit den Worten „Gott zu Ehr, dem nächsten zur Wehr.“

154.GV Rettungskorps
Nach einer kurzen Pause folgte die 154. Generalversammlung des Rettungskorps Einsiedeln. Die ersten Traktanden konnten schnell abgearbeitet werden. Beim Vereinsjahr mussten die Feuerwehrler von zwei Kameraden für immer Abschied nehmen. Franz Kälin-Zürcher und Albert „Bärti“ Ochsner sind zum Schöpfer heimgekehrt. Zu Ehren der Verstorbenen erhoben sich alle Anwesenden und mit Worten von Pater Mauritius Honegger gedachten sie Ihnen. Nicht nur Feuerwehr typische Anlässe standen auf dem Programm. So hat das Rettungskorps Einsiedeln eine eigene Mountain Bike Abteilung, welche an diversen Rennen teilnahmen. Neben dem Chilbizelt wurde auch am Samstag danach der Familientag durchgeführt. Und dann gab es einen Ausblick auf das Jahr 2017. In diesem Jahr wird wiederum eine Vereinsreise durchgeführt. Aus drei Vorschlägen wurde das Zillertal als Sieger ausgewählt. Am Famlientag wird zudem das neue Atemschutzfahrzeug eingeweiht. Dies dann am ersten Samstag im September. Der Ferienspass wird selbstverständlich wiederum in den Herbstferien unterstützt. Nach rund anderthalb Stunden konnte Vereinspräsident Kilian Ochsner auch den zweiten offiziellen Teil schliessen.

Viva Las Vegas!
Nach dem Apèro wurde der grosse Saal geöffnet und das Nachtessen aus der Küche des Kultur- und Kongresszentrums Zwei Raben serviert. Der Zug 1 unter der Leitung von Andreas Kümin zeichnete sich nun für die Unterhaltung verantwortlich. Der Abend stand dann ganz unter dem Motto „Viva Las Vegas.“ Wie gewohnt wurde eine Schätzfrage durchgeführt. Zu diesem Zwecke wurde einiges an Münzen in einem grossen Eisblock eingefroren. Es galt zu erraten, wieviel Geld bis Mitternacht aus dem Eis rausschmilzt. Als Preis winkte ein Pneu Gutschein, Nachtessen, Kinoeintritte und vieles mehr. Ein wichtiger Punkt nahmen natürlich auch die Ehrungen ein. Für 20 Dienstjahre wurden geehrt Franca Birchler, Reto Gyr, Michel Latscha und Christian Hafner. Sie alle erhielten eine Urkunde, welche Sie als Ehrenmitglieder des Rettungskorps Einsiedeln ausweist.

Für 225 Dienstjahre geehrt
Für 25 Jahre wurden gleich neun (!) Personen geehrt. Dies sind Marcel Zehnder (Amateur), Roland Fässler (Chiemä), Erich Kälin (Güggi), Christian Kälin (Vogelhalde), Christian Tschirky, Wädi Grätzer, Roger Fässler (Fäsi), René Hensler und Eugen Schönbächler. Diese erhielten alle einen Gutschein zum Kauf einer Uhr. Getreu dem Motto durften dann alle noch ein bisschen zocken. So konnte an verschiedenen Tischen gespielt werden. Neben Black Jack stand noch Poker und das Hütchen bzw. Dame Kartenspiel zur Verfügung. Die allseits beliebte Schnitzelbank fehlte genau so wenig wie die Ernennung des Tolggen des Jahres 2016. Diese Titel mussten sich dann aber zwei Teilen, welche es fertig brachten, eine Fontäne aus einem Tanklöschfahrzeug zu produzieren. Der Höhepunkt des Abends war der Auftritt des Zauberers René Dubacher (www.zaubereien.ch). Gekonnt unterhielt er das Feuerwehr-Publikum während einer Stunde. Nach Beendigung des Unterhaltungsteils wurde die Foyer-Bar eröffnet und diese blieb auf, bis der letzte sie verliess.